Grundlagen - Narbe als Wundverschluss

Eine Verletzung der Haut durch äußere Einflüsse wie z. B. Schnitte, Stiche, Quetschungen oder Bisse führt zur Ausbildung einer Wunde. Um diesen Hautdefekt zu schließen und eine Heilung herbeizuführen, reagiert der Körper mit einer Reihe genau aufeinander abgestimmter Schritte. Ein kompletter Wiederaufbau der Haut ist jedoch nur dann möglich, wenn lediglich die Oberhaut (Epidermis) verletzt wurde, wie z. B. bei oberflächlichen Schürfwunden. Wird die Haut bis in das Unterhautfettgewebe geschädigt, kann der Körper nur noch "reparieren". Der entstandene "Spalt" wird zuerst mit einem Blutgerinnsel verschlossen und dann langsam mit Bindegewebe aufgefüllt - eine Narbe entsteht. Sie dient als Abdeckung und Schutz für das verletzte und ange­griffene Gewebe.

Die Narbe unterscheidet sich in Funktion und Aussehen von der umgebenden Haut. In den meisten Fällen ist eine Narbe zuerst rot, später wird sie weiß und bleibt zumeist heller als die umgebende Haut. Eine Bräunung durch Sonnenlicht ist nicht mehr möglich. Haare, Talg- oder Schweißdrüsen werden im Narbengewebe nicht neu gebildet. Durch Umbauvorgänge im Narbengewebe kann es zu einer Schrumpfung und Verhärtung kommen.

Chirurgische Operationswunden mit glatten und dicht aneinanderliegenden Wundrändern heilen meist schnell und problemlos. Diese unauffälligen Narben bedürfen keiner weiteren Behandlung.

Unauffällige Operationsnarbe

Unauffällige Operationsnarbe