Behandlung - Medikamentöse Lokaltherapie mit Narbengel oder -creme

Die äußerliche Anwendung von Cremes, Salben oder Gelen führt bei regelmäßiger Durchführung in vielen Fällen zu einer positiven Beeinflussung des Narbengewebes. Hierbei kommen insbesondere antientzündlich und abschwellend wirkende spezielle Narbenpräparate, zum Einsatz.

Des weiteren werden Kortisonzubereitungen sowie Vitamin-A-Säure und östrogenhaltige Cremes eingesetzt. Cortison wirkt zellteilungshemmend, fördert die Gefäßneubildung und reduziert die Bildung von Bindegewebsfasern (Kollagen). Die Narbe wird somit flacher und weicher. Vitamin- A-Säure wird als Peeling z.B. bei Aknenarben eingesetzt. Vitamin-A-Säure Cremes und Gele werden auch im Anti-Aging gegen Fältchen eingesetzt und können sich positiv auf Narben auswirken. Östrogenhaltige Cremes sollen ebenfalls einen positiven Effekt auf die Kollagenbildung haben und günstig auf die Narbenentwicklung einwirken.

Silikonfolien werden schon länger in der Narbenbehandlung eingesetzt. In Studien lässt sich ein gewisser Effekt bei vorsorglicher Anwendung nachweisen. Einfacher in der Anwendung sind oft Silikongele. Inwiefern der Effekt dem Silikon selbst geschuldet ist, oder nur durch den Versiegelungseffekt verursacht wird, ist noch unklar. Auch ist die Studienlage zu den Gelen noch nicht so gut, wie zu den Folien.

Diese medikamentösen Lokaltherapeutika können sowohl untereinander kombiniert eingesetzt werden als auch mit den anderen Methoden zur Narbenbehandlung zusammen angewandt werden. Grundsätzlich gilt: Je früher das Narbengewebe äußerlich behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass die Narbe glatt, funktionstüchtig, elastisch, widerstandsfähig und kosmetisch unauffällig wird.