Behandlung - Lasersysteme zur Narbenbehandlung

Zur Behandlung eingesunkener (atrophischer) Narben kommen vor allem der sogenannte "gepulste" Kohlendioxid-(C02-)Laser (Wellenlänge 10600 nm) und der Erbium:YAG-Laser (Wellenlänge 2940 nm) zur Anwendung. Beide Laser werden in der kosmetischen Chirurgie häufig eingesetzt. Mit diesen Geräten können äußere Hautschichten millimeterfein abgetragen werden, ohne neue Narben zu hinterlassen. Daher werden diese Laser unter Anderem zum Glätten von Haut oder Falten eingesetzt. Durch die Hitze zieht sich das tieferliegende Bindegewebe zusammen und die Haut sieht nach der Behandlung glatter aus. Auch schüsselförmig eingesunkene Aknenarben lassen sich mit diesem Laser glätten. Die Behandlungsdauer und der Erfolg richten sich insbesondere nach der Ausdehnung und der Tiefe einer Narbe. Der C02- und der Erbium:YAG-Laser können auch bei hypertrophen Narben eingesetzt werden. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass durch die Gewebeabtragung die Bildung neuer Narben provoziert wird.

Bei frischen Narben, die rote und juckende Gewebswülste bilden, kommt insbesondere der Farbstoff-Laser mit einer Wellenlänge von 585 nm zum Einsatz. Seine Lichtwellen reagieren mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin in der Narbe und verschließen somit die Blutgefäße. Man vermutet, dass der Laser die Narbe sozusagen aushungert und ihr Wachstum somit stoppt. Wahrscheinlich spielen aber nach andere Wirkungen auf Zellebene eine Rolle. Ist eine Narbe schon etwas älter und blasser, wirkt der Farbstofflaser weniger effektiv.

Die Lasertherapie entwickelt sich wie kaum ein anderes Verfahren kontinuierlich weiter. Es gibt eine Vielzahl von Lasersystemen, deren Einsatzgebiet mit Fortschreiten der medizinischen Forschung zunehmend ausgeweitet wird. Lassen Sie sich vor einer Lasertherapie von einem erfahrenen Lasertherapeuten beraten.

Die Adressen von Laserexperten finden Sie auf der Website der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft e.V..