Behandlung - Grundlagen der Laserbehandlung

Der Begriff Laser leitet sich ab von der englischen Bezeichnung light amplification by stimulated emission of radiation, was übersetzt "Lichtverstärkung durch stimulierte Emission (Aussendung) von Strahlung" bedeutet. Die Lasertherapie ist heute eine wirkungsvolle und häufig angewendete Methode zur Behandlung von Narben. Von allen Seiten hochgelobt kann sie jedoch keine Wunder voll­bringen. Falsch und unfachmännisch angewandt, kann sie Narben sogar verschlimmern. Denn jeder Narbentyp ver­langt sein spezielles, abgestimmtes Laserverfahren. Oft müssen mehrere unterschiedliche Geräte in Kombination angewendet werden, um wirksame und erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen.

So funktioniert die Lasertherapie

Das hochenergetische Laserlicht wird je nach Lasertyp und Behandlungsziel in kurzen Impulsen oder durchgehend in die Haut "geschossen". Das Licht wird in den einzelnen Hautschichten abhängig von seiner Wellenlänge und anderen Faktoren von bestimmten Strukturen wie dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin, dem Hautfarbstoff Melanin oder Wasser absorbiert. Die Strahlen dringen dabei tief und gezielt in die verschiedenen Hautschichten ein. Durch die kurzen Hitze- und Schock­wellen werden die kranken Zellen des behandelten Areals zerstört, das umliegende Gewebe bleibt davon jedoch weitgehend unberührt. Die Kollagenfasern des Bindegewebes können bis zu einem Drittel schrumpfen, wodurch wird die Haut gestrafft wird.

Einmal ist keinmal

In den meisten Fällen wird die behandelte Stelle nach einer Therapiesitzung erst einmal rot und schwillt an. Manchmal tauchen auch für einige Tage Blutergüsse auf. Anschließend bildet sich eventuell eine Kruste, die nicht abgekratzt werden darf, da sich sich sonst erneut Narben bilden können. Oft braucht die Haut nach einer Lasersitzung einige Wochen zur Regeneration. Wie viele Behandlungstermine notwendig sind, richtet sich nach Art und Ausdehnung der Narbe und kann vor Beginn der Therapie grob vom Therapeuten geschätzt werden. Eine exakte Einschätzung der Behandlungsdauer ist jedoch aufgrund des nicht vorhersagbaren "Ansprechens" auf die Therapie zumeist nicht möglich. Zur Abschätzung möglicher unerwünschter Wirkungen und zu erwartender Erfolge empfiehlt sich, zunächst eine Probebehandlung in einem umschriebenen Areal durchzuführen. Ob die Krankenkassen die Kosten für diese Laserbehandlung übernehmen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Ist eine Laserbehandlung immer sinnvoll?

Generell ist bei manchen Narben Vorsicht angesagt. Bei Keloiden und Narben auf der Brust und am Rücken sind Laserspezialisten eher zurückhaltend, da diese Stellen zu Ausbildung von Wucherungen neigen. Hier können durch die Laserbehandlung noch größere Narben oder stärkere Wulstbildungen entstehen als vorher.

Eine Narbenbehandlung per Laser ist bei richtiger Indikationsstellung unter Leitung eines erfahrenen Arztes eine sanfte und erfolgversprechende Alternative zu anderen Therapien. Doch auch der Laser vermag keine Wunder zu vollbringen. Bei größeren und schwierigen Narben müssen oftmals zusätzli­che Therapiemaßnahmen getroffen werden, damit sich der gewünschte Erfolg einstellt. Je nach Art und Alter der Narbe können unterschiedliche Lasersysteme zum Einsatz kommen.