Behandlung - Camouflage

Camouflage stammt aus dem französischen und bedeutet abdecken, verdecken oder verschleiern. Ursprünglich war Camouflage vor allem ein militärischer Begriff. Heute steht er zusätzlich für eine ästhetisch-medizinische Kosmetik, mit der Hautanomalien nahezu perfekt überschminkt werden können.

Klassische Anwendungsgebiete der Camouflage in der ästhetischen Kosmetik sind zum Beispiel die Verdeckung von Narben, Pickeln, Augenschatten, roten Äderchen, Pigmentflecken oder Blutergüssen. In der Medizin kommt Camouflage bei Erkrankungen wie Albinismus, Weißfleckenerkrankung (Vitiligo), Schuppenflechte (Psoriasis) oder Besenreisern zum Einsatz.

Camouflageprodukte wirken stark abdeckend, antiallergen, UV-schützend, wasserabweisend und sind hitzebeständig. Auf dem Markt sind mittlerweile eine Vielzahl von Produkten erhältlich, darunter Reinigungspräparate, Abdeckcremes, Abdeckstifte, Aufhell-Lotionen, Neutralizer in Grün, Schattierrouge, Camouflagepaletten mit 6, 12 oder 24 Farben, Minipaletten mit 16 Farben, Bodycover und Fixierpuder.

So wird Camouflage gemacht

Ein Camouflage-Tuschkasten 1. Vorbehandlung
Die betreffende Hautstelle wird mit einer Gesichtslotion gereinigt und eine fettarme Feuchtigkeitscreme aufgetragen.

2. Auftragen
Die nach dem passenden Farbton ausgewählte Camouflagecreme wird dünn und gleichmäßig auf die Hautstelle aufgetragen, am besten mit dem Mittel- oder Ringfinger und etwas über den Rand der betroffenen Stelle hinaus.

3. Schattieren
Nun wird mit einem Camouflagerouge oder einer entsprechenden Zweitfarbe schattiert.

4. Letzter Schliff: Abpudern und fixieren
Mit einer Quaste wird Fixierpuder aufgebracht und für ca. 5 Minuten zum Einwirken auf der Haut belassen. Danach wird überschüssiges Puder mit einem Pinsel vorsichtig entfernt.

Zum Entfernen der Camouflage wird ein Reinigungspräparat auf eine Stück Watte oder auf ein Kosmetiktuch gegeben und die Hautstelle gesäubert. Zur Nachreinigung kommt anschließend ein mildes Gesichtswasser zur Anwendung, gefolgt von Pflege der Haut mit einer Creme.

Einige Tipps zu Camouflieren

  • Wählen Sie einen Schminkplatz mit Tageslicht
  • Beim Abdecken von kleinen Narben oder Pickeln verwenden Sie besser einen Pinsel
  • Ändern Sie je nach Jahreszeit oder Sonneneinfluss den Farbton Ihrer Camouflage
  • Rote Stellen wie Feuermale, Narben oder Verbrennungen können mit der Komplementärfarbe Grün neutralisiert werden
  • Bläuliche Hautveränderungen wie Blutergüsse oder Krampfadern können durch weiße Farbe aufgehellt werden
  • Weiße oder helle Hautstellen wie Narben oder Vitiligo können mit einer Bräunungslotion vorgetönt werden
  • Bei dunklen Flecken, Pigmentflecken oder Augenrändern sollte mit einem flachen Pinsel eine rosige Farbnuance (heller als der eigene Hautton!) aufgetragen werden